Im Jahr 2017 haben sich bereits sehr viele neue Trends in der Typografie durchgesetzt. Aus dieser großen Vielfalt haben wir diejenigen herausgesucht, die weit verbreitet aber durchaus sehr gegensätzlich sind.

Geometrische Fonts

Der ersten Trend, den wir vorstellen, hat seine Wurzeln im Bauhaus. Er spielt mit geometrischen  Grundformen, wie Kreis, Rechteck oder Dreieck und seine Schriften werden daher auch als „geometrische Fonts“ bezeichnet.

Erstmals aufgegriffen wurde dieser Trend in den 1920er Jahren mit der „Elementaren Typografie“, die die Ideen des Bauhauses verkörperte. Zu dieser Zeit ging man sehr experimentierfreudig mit Schriftgestaltung um und daraus entwickelten sich manche Schriften, die so geometrisch waren, dass man sie nur noch kaum lesen konnte. Zeitgleich entstanden allerdings auch funktionalistische Schriften, wie z.B. die Futura von Paul Renner.

In den 1970er Jahren entdeckte man diesen Trend wieder und es wurden bekannte Entwürfe wie ITC Kabel von Victor Caruso entwickelt.

Mit dem Einbruch des digitalen Zeitalters in den 1990er Jahren wurden neue geometrische Schriften konstruiert, die sich vor allem für Bildschirme eigneten, wie zum Beispiel die Pixel-Schriften.

Heute werden geometrische Schriften sehr vielfältig eingesetzt. Manche von ihnen erzeugen eine kühle und formale Atmosphäre, andere wirken eher futuristisch, modern oder technisch. Ein Beispiel dafür ist die Rounded Sans Publica Play von Marcus Sterz, welche im Juli 2017 zur Linotype-Bibliothek hinzugefügt wurde.